Impfen: Eltern können Schmerzen und Stress ihrer Kinder verringern!

Eltern sollten beim Impfen ihrer Kinder mindestens bis zum Alter von zehn Jahren zur Unterstützung immer dabei sein. Körperkontakt, Blickkontakt oder auch ein Gespräch helfen dem Kind, die Situation weniger stressvoll zu erleben.

Haben Kinder besonders Angst vor einer Impfung, kann auch ein Schmerzpflaster oder eine betäubende Creme aus der Apotheke sinnvoll sein. „Es sollte eine halbe bis eine Stunde vor der Injektion aufgebracht werden. Die Kosten dafür müssen Eltern leider selbst tragen“, erklärt Dr. Martin Terhardt, Impfexperte des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Ähnlich wirksam kann auch Eisspray sein. Vermeiden sollten Eltern falsche Aussagen, wie „das tut überhaupt nicht weh“, denn eine gegenteilige Erfahrung verstärkt das Misstrauen und die Angst vor dem Impfen.

Bei Kindern bis zum Grundschulalter können Eltern den Vorgang des Impfens mit Ablenkung, wie z.B. Seifenblasen oder dem Aufblasen eines Luftballons, einem Spielzeug, einem Bilderbuch oder auch mit einem Handy-Video in den Hintergrund rücken lassen. „Bei Babys wirkt ein Schnuller oder das Stillen schmerzlindernd. Bei Kindern unter zwei Jahren hat sich die Gabe einer Zuckerlösung oder einer süßen Flüssigkeit kurz vor und während der Impfung bewährt. Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren sollten beim Impfen auf dem Schoß oder auf dem Arm von Mutter oder Vater in aufrechter Position gehalten werden. Nach der Impfung hilft leichtes Schaukeln und Liebkosungen, um den ‚Pikser‘ schnell zu vergessen“, rät Dr. Terhardt, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied bei der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI).

Weitere Informationen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Merkblatt für Eltern: "So gelingt's: Stress- und schmerzarmes Impfen".

Quelle: Monatsschrift Kinderheilkunde, BZgA

Quelle

 Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)