STEP – Systematisches Training für Eltern und Pädagogen – das bewährte Konzept zur Stärkung der Erziehungskompetenz

Trudi Kühn, Roxana Petcov
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1. STEP macht Mut zur Erziehung

Mit Hilfe der STEP Fertigkeiten und der STEP Haltung wird ein stressfreieres Zusammenleben im Alltag der Familie bzw. in Betreuungseinrichtungen, Kindergärten und Schulen erreicht und eine tragfähige, auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung zwischen Eltern und Kindern aufgebaut. Pädagog/innen und Eltern können bei der Erziehung der ihnen anvertrauten Kinder am gleichen Strang ziehen: Sie setzen Rechte und Pflichten, Freiräume und Verantwortung wieder miteinander in Beziehung und gehen dabei respektvoll und wertschätzend miteinander um.

Das Besondere an STEP

STEP wirkt effizient bei der Stärkung der Erziehungskompetenz bzw. der Förderung von Verantwortungsbereitschaft durch systematisches Vorgehen in den Kursen: sensibilisieren, reflektieren, dazulernen, austauschen und üben – Rollenspiele, Fallbeispiele, Trainingsvideos.

► STEP ist praktisch und im Alltag sofort und dennoch individuell umsetzbar.

► STEP unterstützt Eltern und Pädagog/innen bei der Haltungsänderung, wodurch eine authentische und anhaltende Änderung des Verhaltens erst möglich wird.

► STEP fördert den Aufbau einer erfüllenden Eltern-Kind Beziehung bzw. einer auf gegenseitigem Respekt basierenden Pädagogen-Kind-Eltern Beziehung.

► STEP Elternkurse finden differenziert nach Alter der Kinder statt (bis 6 Jahre, ab 6 Jahre, die Teenagerjahre).

► STEP ist ein wissenschaftlich fundiertes Programm.

► STEP ermöglicht, durch die Elternkurse, die Weiterbildung für Erzieher/innen und die Fortbildung für Lehrer/innen zum Wohl der Kinder zusammenzuarbeiten.

► STEP ermöglicht, dass Transparenz und Integration in Kindertageseinrichtungen und Schulen zum Programm werden, u.a. auch durch die STEP Zertifizierung von Einrichtungen.

Einzelheiten hinsichtlich o.g. Aspekte werden in den nächsten Abschnitten vorgestellt (s. 2.1 – 2.5) und durch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation belegt (s. 2.5).

Laut Professor Hurrelmann von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld benötigt ca. ein Drittel aller Eltern dringend Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder und ein weiteres Drittel profitiert erheblich durch die Teilnahme an einem Training. Einer Journalistin der Tagespost (1) sagt der Sozialwissenschaftler, Leiter der Arbeitsgruppe „Prävention und Gesundheitsförderung“, unter dessen Ägide die Evaluation von STEP Elterntraining in Deutschland durchgeführt wird: „STEP Elterntraining setzt beim magischen Erziehungsdreieck (Anerkennung, Anregung, Anleitung) an und sagt: Man soll das Kind lieben, aber nicht erdrücken; man soll das Kind stimulieren, aber nicht jagen; und man soll das Kind führen, aber nicht gängeln.“ (2)

In einem Interview mit der WDR-Redaktion beschreibt Professor Hurrelmann STEP als „ein zutiefst demokratisches und humanes Konzept. Es zielt darauf ab, Menschen unterschiedlicher Generationen feste und klar strukturierte Regeln für den Umgang miteinander an die Hand zu geben. …Durch die Teilnahme an STEP Kursen verhalten sich Eltern effizienter und humaner.“ (3)

Durch STEP Elterntraining wird die Erziehungskompetenz gestärkt und die Verantwortungsbereitschaft der Eltern gefördert. Eltern und Pädagog/innen lernen an einem Strang zu ziehen.

STEP ist ein systematisch aufgebautes Programm, das Hilfe zur Selbsthilfe gibt und auf die Einbeziehung der Ressourcen und Kompetenzen der Eltern setzt. Eltern werden im Kurs unterstützt, sich Schritt für Schritt einen resilienzförderlichen (4), demokratischen (partizipativen, autoritativen) Erziehungsstil anzueignen, so dass die Kinder die Chance erhalten selbstbewusste, konfliktfähige, verantwortungsvolle und glückliche Erwachsene zu werden.

Eine spezielle STEP Weiterbildung für Erzieher/innen sowie ein Fortbildungsprogramm für Lehrer/innen ermöglicht es, dass Eltern und Pädagog/innen in einer gelungenen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft „an einem Strang zu ziehen“. Entsprechend hat sich das STEP Programm für Fachkräfte in der Jugend-und Erziehungshilfe seit vielen Jahren in der Praxis bewährt (s. 2.3. b und c).

2. Informationen über STEP

2.1. Was lernen Eltern in einem STEP Elternkurs?

Sie lernen

  • ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, ihre Kinder aus einer neuen, positiven Perspektive zu sehen und bewusst ihre Reaktion zu ändern. STEP hilft Eltern, die Einzigartigkeit ihrer Kinder wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu benennen, die Kinder anzuregen, ihnen in angemessener Form Freiräume zu gewähren und gleichzeitig ihrer Aufgabe -Vorbild zu sein und Orientierung zu geben – gerecht zu werden. Den ersten Schritt auf diesem Weg machen die Eltern indem sie sensibilisiert werden: sie üben, ihre eigenen Gefühle insbesondere in Konfliktsituationen wahrzunehmen, zu reflektieren. Diese Erfahrung sowie die Erkenntnis, dass Kinder grundsätzlich dazugehören möchten, befähigen die Eltern, Motive und Ziele des Verhaltens der Kinder aus einer neuen Perspektive zu sehen - und vor diesem Hintergrund auf unerwartete Weise zu reagieren. Eltern lernen, wie sie eine vertrauensvolle Familienatmosphäre und die Geborgenheit schaffen, die den fruchtbaren Boden für eine positive Beziehung zu ihren Kindern bereitet.
  • die Stärken ihrer Kinder durch Ermutigung zu fördern. STEP regt Eltern dazu an zu erkennen, wann ihre Kinder Unterstützung und Ermutigung brauchen. Die Eltern üben, die Bemühungen ihrer Kinder zu bemerken und zu benennen – Anerkennung auszusprechen – und konsequent mit Ermutigung zu reagieren, statt unnötig zu kritisieren oder unangemessen zu loben. Durch Ermutigung unterstützen Eltern ihre Kinder beim Aufbau des Selbstwirksamkeitsgefühls und eines lebenswichtigen, gesunden Selbstbewusstseins. Mit STEP lernen Eltern im Bereich Schule, ihre Kinder durch Ermutigung zu motivieren, Herausforderungen anzunehmen, dran zu bleiben, in kleinen Schritten vorzugehen und die Aufgabe schließlich erfolgreich zu Ende zu führen.
  • Vorbild zu sein durch respektvolle Kommunikation mit ihren Kindern. STEP unterstützt Eltern, gute Zuhörer durch aktives Zuhören zu sein: Eltern hören ihren Kindern aufmerksam zu und achten auf die Gefühle der Kinder, so dass die Kinder sich verstanden fühlen und mit den Eltern über ihre Probleme sprechen. Die Eltern lernen auch, sich so auszudrücken, dass die Kinder ihnen zuhören. Durch die Verwendung von Ich-Aussagen teilen Eltern ihren Kindern ihre Gefühle mit, ohne zu plakatieren und zu beschuldigen. Diese respektvolle Kommunikation fördert die Selbstsicherheit und Konfliktfähigkeit der Kinder und führt zur Entwicklung einer erfüllenden, dauerhaften Eltern-Kind Beziehung.
  • Probleme zu lösen – Kooperation in der Familie und in der Schule zu erwarten und zu fördern. STEP hilft Eltern, in alltäglichen Situationen nach klaren Kriterien und in Übereinstimmung mit den eigenen Werten zu unterscheiden, ob sie den Kindern die ganze Verantwortung für die Lösung eines Problems überlassen können oder die Kinder respektvoll bei der Lösungsfindung unterstützen sollen. Die Eltern lernen, Kooperation zu erwarten und dies durch ihre Haltung zum Ausdruck zu bringen. Durch die Zusammenarbeit bei der Entscheidungsfindung wird die Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit der Kinder gefördert. Gleichzeitig lernen Eltern, die Kooperation mit anderen Erziehenden (z.B. mit Lehrkräften oder auch Schulsozialarbeitern) zu suchen und zu verbessern.
  • Disziplin sinnvoll auszuüben und Kinder aus Konsequenzen lernen zu lassen. STEP zeigt Eltern Möglichkeiten, wie und wann sie ihren Kindern Grenzen setzen und innerhalb dieser Grenzen angemessen und ihrem Alter entsprechend Entscheidungsfreiheit lassen können. Durch liebevoll-konsequentes, d.h. entschiedenes und gleichzeitig freundliches Verhalten bei der Durchsetzung von natürlichen und logischen Konsequenzen, die auf die von den Kindern selbst getroffenen Entscheidungen folgen, zeigen Eltern ihre Fürsorge und Liebe und bringen den Kindern gleichzeitig Eigenverantwortung bei. Das erstrebte Ziel dabei ist Selbstdisziplin. Dadurch erübrigen sich Schreien, Schlagen und Schimpfen als Erziehungsmittel.
  • den Mut zu haben nicht perfekt zu sein. STEP hilft Eltern, `Fehler´ als Erfahrungswerte, als Teil eines Lernprozesses, zu verbuchen, sich zu verzeihen und mutig nach vorn zu blicken und den nächsten Schritt zu gehen, statt in Schuldgefühlen zu verharren oder/und aufzugeben. Die Eltern fungieren damit auch in dieser Hinsicht als Vorbild für ihre Kinder.

2.2. Was macht die Qualität von STEP aus?

STEP ist ein wissenschaftlich fundiertes Programm. Es ist seit 30 Jahren ein erfolgreiches Elterntraining in den USA. Die Wirksamkeit von STEP wurde bei Eltern aller Gesellschaftsschichten durch 61 Studien erwiesen. STEP basiert auf der Individualpsychologie Alfred Adlers sowie seines renommierten Schülers Rudolf Dreikurs und auf den Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie: Von Geburt an stellt das Wechselspiel der Beziehungen eines jeden Menschen zu den Bezugspersonen und zum sozialen Umfeld im Mittelpunkt. Für den Aufbau des Selbstwertgefühls, der Fähigkeit zur Kooperation und der Selbständigkeit ist die Art und Weise, wie Eltern ihre Kinder bei dieser Entwicklung unterstützen und begleiten, von grundlegender Bedeutung.

In Deutschland wurde eine erste Evaluation als wissenschaftliche Begleitforschung von STEP von März 2005 bis Januar 2007 durchgeführt (s. dazu 2.5.). Von 2006-2009 lief die zweite, vom Bundesministerium geförderte Evaluationsphase. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte die Evaluation von STEP Elterntraining im Rahmen der Präventionsforschung. Professor Klaus Hurrelmann von der Fakultät für Gesundheitswissenschaft an der Universität Bielefeld leitete die Evaluation.

  • STEP bietet ein systematisches und nachhaltiges Training für Eltern. Das 10 Wochen dauernde, systematische Training für Eltern (je 2 – 2 ½ Stunden pro Woche) unter der Anleitung und der Moderation des/r zertifizierten STEP Kursleiter/in bildet den zeitlichen und qualifizierten Rahmen für die Haltungs- und Verhaltensänderung, die im Laufe des Kurses stattfindet.
  • Die weitere Begleitung der Eltern wird im Rahmen von Elterntreffs ermöglicht (Treffen von je 2 – 2 ½ Stunden, alle 6 Wochen). Diese Nachtreffen, in denen die Eltern in der Gruppe – mit Hilfe der STEP Fertigkeiten - Lösungen für die erzieherischen Herausforderungen ihres Alltags finden, dienen der Vertiefung der Haltungs- und Verhaltensänderung. Die Begleitung der Eltern im Rahmen von Elterntreffs über ca. ein Jahr hat sich als stützende Hilfe zur Selbsthilfe bewährt. Dadurch wird die Nachhaltigkeit des Trainings gesichert (s. auch 2.4.). Die Elterntreffs sind – je nach Zielgruppe – optional oder Pflicht. Pflicht sind die Elterntreffs insbesondere bei STEP Duo, d.h. in den STEP Kursen für psychisch erkrankte Eltern und ihre Begleiter und bei STEP Tandem, d.h. in den STEP Kursen für Eltern in der Erziehungshilfe und ihre Begleiter.
  • STEP sichert die Qualität durch professionelle Weiter- und Fortbildung von fachlich qualifizierten und sozial kompetenten Kräften. Interessent/innen mit einer abgeschlossenen Ausbildung im pädagogischen, psychologischen, sozialen oder medizinischen Bereich – z.B. als Diplom- oder Sozialpädagoge/in, Psychologe/in, Psychotherapeut/in, Arzt/Ärztin, psychologische/r Berater/in, Lehrer/in, erfahrene Erzieher/in – mit einer positiven Lebenseinstellung und Einfühlungsvermögen, werden im Rahmen eines STEP Kursleiterseminars als STEP Trainer/innen ausgebildet. Die Qualität der Arbeit in den STEP Elternkursen wird sowohl durch das effektive Kursleiterseminar als auch – nach erfolgreichem Abschluss des Kursleiterseminars – durch die qualitätssichernden Maßnahmen im InSTEP Trainernetzwerk gewährleistet.

Nach erfolgreicher Absolvierung des Kursleiterseminars, können sich entsprechend vorgebildete Pädagog/innen in mehrtägigen Aufbaumodulen zum/r Trainer/in für die Durchführung der STEP Weiterbildung für Erzieher/innen oder zum/r Dozenten/in für die Durchführung der STEP Fortbildung für Lehrer/innen qualifizieren lassen.

Meinungen von Teilnehmer/innen am Kursleiterseminar

STEP ist ein Erziehungsprogramm, hinter dem ich stehen kann. Klar, menschlich, demokratisch, undogmatisch, ermutigend. Seither wende ich Bausteine des Programms nicht nur im Umgang mit Schülern an, sondern immer dann, wenn ich spüre, dass ich mich durch meine Mitmenschen irritieren lasse. Die STEP Frage „Wessen Problem ist es?“ begleitet mich seither durch meinen Alltag und hat mancher Konfrontation schon die Schärfe genommen.
Ich freue mich darauf, mein Wissen und mein Handwerkszeug an die Eltern unserer Schüler weitergeben zu können und bin sicher, dass mit diesem Programm ein Baustein zu einer besseren Schulkultur zu legen ist, denn Eltern und Lehrer sitzen doch im selben Boot und jedes „pubertierende Monster“ ist doch letztlich auch „nur“ ein junger Mensch, der geliebt und akzeptiert werden und dazugehören will.
Angelika Schlag, Lehrerin, Carlo-Schmid-Oberschule, Berlin

Meine besonderen Erwartungen, mit denen ich das Kursleiterseminar besucht habe, wurden mehr als erfüllt. Ich habe in den letzten Jahren keine Weiterbildungsmaßnahme/ Qualifizierungsmaßnahme erlebt, in der mir so viel Fachkompetenz begegnet ist. Diese Fachkompetenz gepaart mit dem “gelebten” STEP Konzept (z.B.: Fehler dürfen/müssen sein; keiner darf beschämt werden) hat dazu beigetragen auch schwierige Situationen gut zu bewältigen. Eine wichtige Erfahrung, die zusätzlich ermutigt selbst STEP Kurse zu gestalten.
Detlev Soetbeer, Schulleiter, Celle

In der Ausbildung zur STEP Kursleiterin hat mich besonders überzeugt, dass die Inhalte, die uns vermittelt wurden auch von den Dozent/innen vorgelebt wurden: respektvoller Umgang, viel Ermutigung und Akzeptanz kleiner menschlicher Schwächen wie wir sie alle von uns selbst kennen. In meiner beruflichen Arbeit bin ich früher oft gefragt worden: “Wie können wir lernen auch anzuwenden, was wir in der Beratung als wichtig im Kontakt mit unseren Kindern erkannt haben?” Jetzt kann ich eine Empfehlung geben: Zusammen mit anderen Eltern im STEP Elterntraining Schritt für Schritt erfahren wie die eigenen Kompetenzen in der Erziehung wachsen. Ich habe es in der Trainerausbildung selbst erlebt wie gut verständlich und mit Hilfe logisch nachvollziehbarer Schritte die Teilnehmer befähigt werden, ihre Beziehungen zu den Menschen, die ihnen wichtig sind, befriedigender gestalten können.
Barbara Ehrlich, Diplom-Psychologin, Hannover

Wir hatten eine Menge mitgebracht, langjährige Erfahrungen als Sozialarbeiterinnen, mit jeder Menge Methodenwissen. Beim STEP Kursleiterseminar bekamen wir noch einen ganz neuen Zugang zum Thema Erziehung und Elternarbeit.
Grit Angermann u. Conny Kirchgeorg-Berg, Schulsozialarbeiterinnen, Berlin

In den Fragebögen, die die Eltern am Ende der STEP Elternkurse ausfüllen, werden die zertifizierten Kursleiter/innen sehr oft übereinstimmend als wertschätzend, wohlwollend, respektvoll, ermutigend, einfühlsam, annehmend, überzeugend, kompetent und humorvoll beschrieben. Die Unterrichtsmethodik wird als zielgerichtet, strukturiert, systematisch und konsequent bezeichnet.

Zwischenergebnisse der ersten Evaluation (5) von STEP (Oktober 2006) haben auch gezeigt, dass die STEP Kursleiter/innen außerdem äußerst flexibel auf die Elterngruppen eingehen können. Der vermittelte Inhalt bleibt in den unterschiedlichen Elternkursen gleich, die Methode der Umsetzung wird – mit Hilfe des jeweils adaptierten Trainingsmaterials – den Anforderungen der jeweiligen Gruppe angepasst.

  • STEP sichert die Qualität durch professionelles Trainingsmaterial

Für jeden der nach Alter der Kinder differenzierten STEP Elternkurse gibt es das passende Trainingsmaterial:

  • Das jeweilige STEP Elternbuch: für "die ersten 6 Jahre", für "Kinder ab 6 Jahre" und "Leben mit Teenagern", Beltz Verlag 2004 bzw. 2005.
  • Zusätzliche Arbeitsunterlagen, die im Kurspreis enthalten sind.
  • Die Trainingsvideos für die Kurse für Eltern von kleinen Kindern und für Eltern von Kindern ab 6 Jahren.
     

STEP Das Elternbuch - Kinder ab 6 Jahre

Step Buchab6Das Buch ist für Eltern von Kindern aller Altersgruppen geeignet und bildet auch die Basis für die Grundausbildung zum/r STEP Kursleiter/in. Es ist im Oktober 2004 im Beltz Verlag erschienen – Neuauflage 2006.

Die dazugehörigen STEP Trainervideos werden zusammen mit ergänzenden Arbeitsunterlagen im Elternkurs als Trainingsmaterial eingesetzt. Die ausdrucksvollen, am Alltag orientierten Beispiele helfen Eltern, das STEP Konzept besser zu verstehen und im täglichen Umgang mit ihren Kindern umzusetzen.
 

STEP Das Elternbuch -  Die ersten 6 Jahre

Step Buchbis6In diesem Buch für Eltern von kleinen Kindern wird bei der Vermittlung der STEP Fertigkeiten zusätzlich auf – für diese Altersgruppe besonders relevante – Themen wie Wutanfälle, Sauberkeitserziehung oder Schlafenszeiten eingegangen. Die deutsche Ausgabe wurde im Oktober 2004 von den Herausgeberinnen mit einem Vorwort von Professor Dr. Christian Rieger, Leiter der Kinderklinik an der Ruhr-Universität Bochum, im Beltz Verlag veröffentlicht. (rev. Neuauflage 2006). Ein entsprechendes professionell entwickeltes STEP Trainervideo für die Kurse von Eltern mit Kindern bis zu 6 Jahren liegt vor, das zusammen mit ergänzenden Arbeitsunterlagen im Elternkurs eingesetzt wird.

STEP Das Elternbuch - Leben mit Teenagern

Step BuchteenagerDie deutsche Ausgabe wurde im Oktober 2005 im Beltz Verlag mit einem Vorwort von Professor Klaus Hurrelmann veröffentlicht (rev. Neuauflage 2006). Dieses Buch hilft Eltern, den erzieherischen Herausforderungen während der Teenagerjahre gerecht zu werden und nachhaltig eine bessere Beziehung zu ihrem Teenager aufzubauen – sowohl bei normalen Alltagsschwierigkeiten als auch bei größeren Erziehungsproblemen. Die Bandbreite der Herausforderungen, denen sich Eltern gegenübersehen, reicht von verbalen Entgleisungen, Überempfindlichkeit, Launenhaftigkeit und Respektlosigkeit ihres Teenagers bis hin zu aggressivem Verhalten zu Hause und in der Schule und zu Drogenmissbrauch.

Die erfahrenen Familientherapeuten Dr. Don Dinkmeyer Sr., Dr. Dinkmeyer Jr. und Dr. Gary McKay, haben das STEP Programm aufgrund langjähriger Erfahrung in der Praxis zusammengestellt und sich dabei an aktuellen Erziehungsfragen orientiert.
Die Herausgeberinnen des gesamten STEP Programms im deutschsprachigen Raum und die Gründerinnen des InSTEP Trainernetzwerks – Trudi Kühn und Roxana Petcov – haben das Trainingsmaterial übersetzt und adaptiert. Sie verfügen sowohl über langjährige Erfahrung in der Leitung von STEP Elternkursen als auch in der Ausbildung der STEP Kursleiter/innen.

2.3. Für wen ist STEP geeignet?

a. Eltern, Erziehende und Betreuer/innen von Kindern aller Altersgruppen

  • die durch Erziehung erreichen wollen, dass Kinder kooperativ, respektvoll, selbstbewusst, verantwortungsvoll und glücklich sind und dadurch die Chance erhalten beziehungs- und konfliktfähig ins Leben zu gehen.
  • die bereit sind, ihre eigene Haltung zu überdenken und das eigene Verhalten Schritt für Schritt zu ändern, um freundlich und bestimmt, liebevoll-konsequent und respektvoll den Anforderungen der Kindererziehung heutzutage besser gerecht zu werden, sowohl präventiv als auch bei größeren Erziehungsproblemen – in der Familie, im Kindergarten, in der Schule, in der Jungend- und Erziehungshilfe, etc.

STEP Elterntraining ist geeignet für alle Familienstrukturen (Ehepaare, alleinerziehende Mütter/Väter, Adoptiv- und Pflegeeltern, Patchworkfamilien). Sowohl Eltern, die sich präventiv weiterbilden, als auch Eltern mit größeren Erziehungsproblemen finden Unterstützung bei STEP.
Durch angepasste Arbeitsweisen werden sowohl bildungsgewohnte als auch bildungsungewohnte Eltern erreicht.

STEP Elternkurse für Familien mit Migrationshintergrund, die von Kursleiter/innen aus dem jeweiligen Kulturkreis – teilweise in der Muttersprache dieser Familien – durchgeführt werden, tragen zur Integration dieser Mitbürger/innen bei.

STEP Elternkurse werden seit 2000 in deutscher Sprache angeboten. Die Zahl der Kursleiter/innen und dementsprechend der Eltern, die an STEP Elternkursen bundesweit, in Österreich, Belgien, Luxemburg und der Schweiz teilnehmen, wächst ständig. Dabei ist zu vermerken, dass immer mehr Eltern an STEP Kursen teilnehmen, die über Organisationen – Schulen, Kindergärten, Weiterbildungsinstitutionen, Jugendämter, etc. – angeboten werden. Diese positive Entwicklung ermöglicht u.a. die differenzierte Unterstützung der Eltern mit STEP in unterschiedlichen Settings (s. Beispiele unter 2.4).

b. Seit Januar 2005 gibt es das in Kooperation mit der Diakonie in Düsseldorf entwickelte STEP Training zur Stärkung der Handlungskompetenz von pädagogischen Fachkräften in der Jugend- und Erziehungshilfe. Die ersten STEP Trainings mit Teilnehmer/innen aus verschiedenen Einrichtungen in der Erziehungshilfe – darunter immer mehr private Träger - finden bundesweit statt.

c. Erzieher/innen und Lehrer/innen, die eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern zum Wohle des Kindes erreichen, mit ihnen an einem Strang ziehen möchten, einen resilienzförderlichen Erziehungsstil praktizieren und den Stress im Berufsalltag reduzieren wollen.

  • Die STEP Weiterbildung für Erzieher/innen (Schwerpunkt: STEP als pädagogisches Konzept, u.a. Umgang mit Kindern in der Gruppe und auf effektiver Kooperation mit den Eltern basierende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft) wird seit Januar 2009 von zertifizierten, speziell für diese Fortbildung ausgebildeten Trainer/innen durchgeführt.

Seit Mai 2011 gibt es auch STEP zertifizierte Einrichtungen, z.B. der „Herz Jesu – Kindergarten“ in Duisburg-Walsum.


STEP Das Buch für Erzieher/innen – Kinder wertschätzend und kompetent erziehen

Step Bucherzieherin Das Buch ist im Herbst 2008 mit einem Vorwort von Professor Hurrelmann bei Cornelsen Scriptor erschienen und dient als Basis für die STEP Weiterbildung für Erzieher/innen.

  • Die STEP Fortbildung für Lehrer/innen (Schwerpunkt: STEP als pädagogisches Konzept, u.a. Umgang mit einzelnen Schüler/innen und der Klasse; auf professioneller, erfolgreicher Kooperation mit Kolleg/innen, Schulleitung und Eltern basierende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft in der Schule) wird ab 2012 bundesweit in Deutschland und in deutschsprachigen Schulen in der Schweiz, Luxemburg und Belgien angeboten.
     

STEP Das Buch für Lehrer/innen – Wertschätzend und professionell den Schulalltag gestalten

Step BuchlehrerDas Buch ist im Herbst 2011 im Beltz Verlag erschienen und bildet die Basis für die STEP Fortbildung für Lehrer/innen.
 

2.4. STEP Elternkurse in staatlichen, städtischen, kirchlichen und privaten Einrichtungen – Beispiele für `Good Practice´

» STEP an Berliner Schulen: freiberuflich tätige, zertifizierte STEP Kursleiter/innen bieten STEP Elternkurse seit 2006 an Berliner Hauptschulen in Charlottenburg-Wilmersdorf an. Das Projekt wurde vom Berliner Senat initiiert und findet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule statt. Die Eltern bezahlen einen geringen Beitrag, der größere Teil der Kosten wird durch einen privaten Sponsor getragen. Bei der Anmeldung ihres Kindes verpflichten sich die Eltern (Mutter bzw. Vater) zur Kursteilnahme.

Außerdem leiten Lehrer/innen und Schulsozialarbeiter/innen, die als STEP Kursleiterinnen ausgebildet wurden, Elternkurse an den eigenen Grund-, Haupt- und Förderschulen z.B. in Marzahn-Hellersdorf, Berlin-Mitte, Pankow, Lichterfelde.

Ziel und Zweck dieser Projekte ist es, durch die Einbeziehung der Kompetenz der Eltern, ihre Vernetzung untereinander und eine bessere Transparenz in der Schule, eine verstärkte Integration der Eltern zu erreichen. Dadurch wird die Voraussetzung geschaffen, dass Eltern und Lehrer/innen bzgl. der Erziehung der Kinder in einer sog. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft an einem Strang ziehen und die Zusammenarbeit auf eine wertschätzende, auf beiden Seiten stressreduzierende Basis gestellt wird.

Für den STEP Elternkurs und die Nachbetreuung in den STEP Elterntreffs (s. 2.2.) zahlen die Eltern einen geringfügigen Betrag an den Förderverein der Schule. Die kleine finanzielle Beteiligung hat sich als Motivationsfaktor bewährt.

Alle STEP Elternkurse, die im Augenblick an Berliner Schulen stattfanden, wurden im Rahmen der von der Universität Bielefeld durchgeführten Präventionsforschung evaluiert.

» STEP an der Erich Kästner Gesamtschule in Hamburg und an einer staatlichen Realschule in Wedel, Schleswig-Holstein: Die verbeamteten Lehrerinnen und zertifizierten STEP Kursleiterinnen führen die Elternkurse an ihren Schulen im Rahmen eines Förderkonzepts für die Arbeit mit den Eltern und Schüler/innen durch. Im Gegenzug dazu haben die Schulministerien in Hamburg und Kiel die Pflichtstundenzahl der Lehrerinnen reduziert.

» STEP als Präventions- und Interventionsmaßnahme in Celle: Die Stadt Celle hat in Verbindung mit dem Jugend- und Sozialamt Celle STEP flächendeckend in Schulen, Kindergärten und in der Jugend- und Erziehungshilfe (Diakonie, Caritas etc.) eingeführt, indem sie in all diesen Bereichen Angestellte der Stadt bzw. der jeweiligen Organisationen zu STEP Kursleiter/innen ausbilden ließ. Außerdem unterstützt die Stadt Celle die Teilnahme der Eltern an STEP Kursen, indem sie jährlich eine bestimmte Summe für diesen Zweck zur Verfügung stellt. Dieses innovative Projekt stand als Feldstudie im Zentrum der Evaluation von STEP Elterntraining (2006-2009).

» STEP als Integrationsmaßnahme in Celle: Die Stadt Celle vermeldet den erfolgreichen Einsatz der Kursleiter/innen auch bei der Integration von kurdischen, polnischen und russischen Migrant/innen. Durch die Vermittlung demokratischer Erziehung (Grenzen und Freiräume) wird Familien mit Migrationshintergrund das demokratische Wertesystem nahe gebracht und dadurch weitere Unterstützung gegeben, sich als Bürger der Bundesrepublik Deutschland einzugliedern bzw. zu integrieren. Die Kurse werden von einem STEP Kursleiter kurdischer bzw. einer STEP Kursleiterin polnischer Herkunft durchgeführt.

Bei diesen Kursen wird STEP oft als Chance wahrgenommen, Eltern mit unterschiedlich großen Erziehungsproblemen und unterschiedlicher ethnischer Herkunft von- und miteinander lernen zu lassen. Die gemeinsame Teilnahme dieser zunächst so verschiedenen Eltern an einem STEP Elternkurs hat sich bewährt und sogar als Vorteil erwiesen: Die Eltern lernen einander in ihrer Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit, aber auch bzgl. ihrer unerwarteten Gemeinsamkeiten zu respektieren und zu schätzen. Wenn Sprachschwierigkeiten eine Barriere darstellen, finden die Kurse ausschließlich in der jeweiligen Muttersprache statt.

» STEP am Jugendamt Charlottenburg-Wilmersdorf: In Berlin (wie in anderen Städten) werden STEP Kurse speziell für Pflegeeltern und Tagesmütter erfolgreich durchgeführt.

» STEP Elternkurse und STEP Die Fortbildung für Lehrer/innen wurden 2010/11 in einem Pilotprojekt an der Erich-Kästner Schule in Hamburg Farmsen und in drei Pilotprojekten an der Bischöflichen Schule in St. Vith in Belgien mit großem Erfolg durchgeführt. STEP für Referendar/innen wurde in einem Pilotprojekt im Studienseminar Celle durchgeführt.

» STEP Tandem für Multiproblemfamilien am Jugendamt Landkreis Göttingen
Aufgrund der positiven Erfahrungen, die das Jugendamt mit der Durchführung eines `STEP Tandem´ Kurses mit Müttern aus Multiproblemfamilien und deren Familienhelfer/innen oder Einzelbetreuer/innen gemacht hat, sind die STEP Tandem Kurse nun ein fester Bestandteil der Hilfeplanung dieser Einrichtung. Es handelt sich um eine eigens für die Bedürfnisse dieser Familien angepasste Anwendung des STEP Konzeptes. Auffallend ist der enorme Gewinn an Selbstvertrauen und Verantwortungsbereitschaft der Eltern, ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion und ihre hohe Kooperationsbereitschaft. Konstruktivere Diskussionen über Erziehungsinhalte und –verhalten zwischen Familienhelfer/innen und Eltern werden ermöglicht.

» STEP Duo für psychisch erkrankte Eltern und ihre Begleiter/innen
Um Eltern in ihrer Rolle als Mutter und Vater ihrer Kinder zu stützen und die Erziehungskompetenz auch innerhalb einer psychischen Erkrankung zu erhalten, zu erweitern oder wieder aufzubauen, wurde STEP Duo den besonderen Bedürfnissen psychisch erkrankter Menschen angepasst. An STEP Duo nehmen psychisch erkrankte Eltern(-teile) gemeinsam mit je einem Begleiter teil. Dies kann ein professionell tätiger Familienhelfer sein, aber auch eine Person, die stabilisierend in der Familie wirkt (Schwester, Mutter, Freundin o.ä.).

2.5. Die wissenschaftliche Evaluation in Deutschland

Der Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung für den Zeitraum März 2005 bis Dezember 2006 (Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Autorinnen: Dr. Kordula Marzinzik, Sabine Kluwe, Dipl.-Psych., Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Januar 2007) stellt die Ergebnisse der ersten Evaluation des STEP Elterntrainings in Deutschland vor.

Im Abschnitt 3.4 des Berichts, S. 27/34 werden die zentralen Ergebnisse zur Wirksamkeit des STEP Elterntrainings dargelegt. Im Fazit (S. 34) schreiben die Wissenschaftlerinnen:

„Auch im Bereich objektiver Kriterien werden die Anforderungen an ein erfolgreiches Erziehungstraining erfüllt. So konnten 2 wichtige Erlebensqualitäten in der Elternrolle (Gefühl Erzieherischer Kompetenz + Bindungsqualität) durch das STEP Training deutlich positiv beeinflusst werden. Mit dem Gewinn an Selbstvertrauen und dem Erleben einer verbesserten Bindung zum Kind fühlen sich die Eltern am Ende insgesamt wohler in ihrer Rolle als Mütter und Väter. STEP bewirkt zudem bei den Teilnehmern die positive Entwicklung hin zu einem konsequenten, klaren Erziehungsstil (Rückgang von „Weitschweifigkeit“). Dass ein STEP Kursbesuch vor allem den elterlichen Überreaktionen so effektiv entgegen wirkt, muss als besonderer Erfolg des Erziehungstrainings betrachtet werden: sie fügen nicht nur emotionale Verletzungen zu und gefährden so das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind, Überreagieren kostet auch die Mütter und Väter sehr viel Kraft. STEP gibt den Eltern hier Alternativen für die Kindererziehung an die Hand, die dabei helfen, die Vertrauensbasis zu erhalten und den „Dauerstress“(6) im Erziehungsalltag zurückzufahren.“

2.6. Meinungen von Eltern und Pädagog/innen zu STEP

Meinungen von Teilnehmer/innen an STEP Elternkursen

„STEP hat uns dabei geholfen, eine neue Sichtweise einzunehmen. Die Praxis zu Hause zeigt, dass sich unsere Mühe gelohnt hat. Die Stimmung ist entspannter und wir können noch sensibler auf unsere eigenen und die Gefühle der Kinder reagieren.“
Christine von Winterfeldt und Carsten Dorn, 2 Kinder, Hamburg

„Durch STEP fühle ich mich für all die täglichen Anforderungen viel besser gewappnet. Ich fühle mich gelassener, sicherer und bin besser in der Lage, das zuweilen wundersame Verhalten meiner pubertierenden Kinder zu verstehen, konsequent darauf zu reagieren und bei Durststrecken durchzuhalten. STEP bringt ruhe in unruhig Zeiten. Und STEP ist wunderbar alltagstauglich!“
Bettina Leyer-Pritzkow, 3 Kinder, Düsseldorf

„Ich habe gelernt, konsequent zu sein – Ankündigungen einzuhalten, Forderungen durchzuziehen.“
Tülay Usta, Berlin

  • Mehr Lehrer in dieser Weise ausbilden! Das würde unsere Pisa-Studie erheblich verbessern!
  • Mehr Schulen sollten einen STEP Kurs anbieten, auch Kitas
  • Bitte Auffrischungsseminare, konsequente Weiterverfolgung der eingeschlagenen Richtung.
  • Die Zeit (im Kurs) verging oft viel zu schnell, sehr einprägsam. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt und hoffe, dass es meinem Sohn genauso ergehen wird an dieser Schule.
  • Ich habe erfahren, dass wir als Eltern eine aktive Zusammenarbeit mit Kind und Schule leisten können. Ich verstehe mein Kind besser. Auch als erfahrene Mutter wurden mir Wege gezeigt, die mir das Miteinander (Kind – Lehrer) sehr erleichtern.

Auszüge aus den Beurteilungsbögen von Teilnehmer/innen an einem STEP Kurs an einer Hauptschule in Berlin

„Durch STEP habe ich gelernt, dass ich die Fehler, die ich mache, auch machen darf. An vielen Situationen gehe ich lockerer heran, weil mir STEP gezeigt hat, wie ich sie beherrschen kann. Und dass es wichtiger ist, die Fähigkeiten, die die Kinder schon erlernt haben anzuerkennen, als ihnen vorzuhalten, was sie noch nicht können.“
Carolin Freund, 3 Kinder, Düsseldorf

Regina Hein erzählt von einer Mutter aus Uganda, die nur wenig Deutsch und Englisch konnte und dennoch richtig gut bei dem Seminar mitgemacht habe. Mit Händen und Füßen habe man sich verständigt. „Wir sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen“.
Regina Hein, Berlin

„Besonders wichtig waren mir praktische Hilfen, mich selbst immer wieder zu ermutigen, konsequent und gleichzeitig fair zu sein und vor allem den täglichen Frust mit positiven inneren Dialogen abzubauen.“
Bernd Hippler, 2 Kinder, Dortmund

Mit Hilfe von STEP habe ich meinen persönlichen Blickwinkel geändert, denn ich habe mich und die Kinder besser kennen und verstehen gelernt. So kann ich Fehlverhalten richtig/besser zuordnen und durch logische Konsequenzen unsere Kinder zu eigenverantwortlichem Handeln anleiten. Ich habe auch erfahren, was ich mit Ermutigung erreichen kann. Das Miteinander in der Familie ist freundlicher, die Stresssituationen haben sich reduziert. Durch das tägliche Anwenden von STEP bin ich geübter und ich arbeite weiter daran. Der Erfolg ist mit Geld nicht zu bezahlen.
Beate Lindlar, 3 Kinder, Bochum

„Ich wende STEP erfolgreich mit meinen Kindern zu Hause und meinen Kindergartenkindern an. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel weniger Kraft ich an einem Kindergartenvormittag benötige.“
Constanze Masquelier, Erzieherin, 2 Kinder, Bühlertal

“STEP hat den ressourcenorientierten Blick, den unsere Kunden brauchen. STEP hilft mir auch in Stresssituationen zu sehen, dass das Kind/die Kinder dazugehören möchte/n. Diese Sichtweise wiederum macht es mir möglich, nicht in den Machtkampf zu gehen, sondern die STEP Fertigkeiten im Alltag konsequent und wohlwollend umzusetzen. Darüber hinaus erweitert STEP die Sicherheit bei Fragen der Eltern.”
Beate Wegener, Diplom-Pädagogin, Diakonie in Düsseldorf

Meinungen von Teilnehmer/innen an der STEP Fortbildung für Lehrer/innen

“Ich habe viele wichtige Anregungen bekommen. Die Möglichkeit, das sofort auszuprobieren, was für mich gerade wichtig ist, und die Erfahrungen im Kurs auszuwerten, war sehr wertvoll.“
Annemarie K., Erich-Kästner-Schule, Hamburg

„Während der Fortbildung ist mir bei den verschiedenen Austauschphasen unter uns Lehrern klar geworden, dass man Probleme immer auf verschiedene Art und Weise sehen und auch lösen kann. Ruhig und besonnen auf die Schüler einzugehen ist besser als spontane Aktionen, die vielleicht das
Verhältnis zwischen den Beteiligten für immer zerstören. Ich bin sehr dankbar, dass ich an dem Programm teilnehmen durfte.“
Armin Münster,St. Vith, Belgien

“Das STEP Lehrertraining rüstet die Teilnehmer mit einer wertvollen Werkzeugkiste aus, die mit effektiven und hilfreichen Werkzeugen zur Umsetzung von Problemlösungen im alltäglichen Umgang mit schwierigen Schülern gefüllt ist. Die Fortbildung hilft, sicherer und gelassener aufzutreten, das Verhalten der Schüler zu verstehen und konsequent darauf zu reagieren.”
“Gegenseitiger Austausch von Erfahrungen und Ideen unter den Kollegen und Kolleginnen sind Grundlage geworden, um einen harmonischen Alltag in Schule, aber auch in der Familie zu gestalten.”
Manfred Schmitz, St.Vith, Belgien

„Als junge Lehrerin fand ich die Fortbildung sehr hilfreich, weil ich zahlreiche Anregungen bekommen habe, wie man in schwierigen Situationen auf ein Fehlverhalten eines Schülers reagieren kann. Außerdem finde ich, dass man lernt, in angespannten Situationen angemessener zu reagieren und dadurch auch selbst mehr mit sich zufrieden zu sein. Die Fortbildung ist empfehlenswert, weil sie mir geholfen hat, meinen Unterricht gelassener zu geben.“
Manuela Johanns, St.Vith, Belgien

2.7. Meinung von Experten zu STEP Die Fortbildung für Lehrer/innen

„STEP gibt Lehrer/innen praktische Hilfe an die Hand, um im Schulalltag durch professionelle Kommunikations- und Moderationsfertigkeiten und dadurch mit mehr Gelassenheit, einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Schüler/innen, aber auch mit Kolleg/innen und Eltern näher zu kommen, Gleichwertigkeit zu leben (supportive leadership) und einen positiven Lernzyklus bei den Schüler/innen in Gang zu setzen.“
Professor Gerald Hüther, Hirnforscher, Universität Göttingen

„Hier erfährt man, was „Selbstwirksamkeit“ ist, wie das Empfinden jeder einzelnen Lehrkraft gestärkt werden kann, indem sich durch das eigene Verhalten eine Beziehung zum Schüler entwickelt. Effektive Lern- und Leistungsergebnisse stellen sich ein, weil der gemeinsame Umgang miteinander verbessert, die Kontakte erleichtert, dabei auch noch die eng begrenzten eigenen Kräfte geschont und auf diese Weise die Lehrergesundheit gefördert werden. Dieses Buch sei jeder Lehrkraft, auch Hochschullehrer/innen, dringend zur Lektüre empfohlen – ebenso wie die darauf basierende Fortbildung.“
Professor Klaus Hurrelmann, Erziehungs- und Gesundheitswissenschaftler, Universität Bielefeld und Hertie School of Governance, Berlin

Fußnoten

(1) Die Tagespost, 22. Mai 2003, Interview mit Anja Scheve
(2) Hurrelmann, K. & Unverzagt G. (2000), Kinder stark machen für das Leben: Freiburg i.Br.: Herder.
3) www.wdr.de
(4) Wustmann,C. (2004). Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Berlin: Cornelsen Scriptor, S.94.
(5) Dr. Kordula Marzinzik, Dipl.-Psych. Sabine Kluwe, Evaluation des STEP Elterntrainings, Dritter Bericht der wissenschaftlichen Begleitforschung (Oktober 2006),
(6) Anhaltender Stress stellt nicht nur eine psychische Belastung dar, sondern hat mittel- und langfristig auch Konsequenzen für die körperliche Gesundheit, wie z.B. die Zunahme von Infekten oder psychosomatische Beschwerden.

Autorinnen

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Erstellt am 6. Februar 2012